Welche Therapien gibt es bei CML?
Ziel der CML-Behandlung ist ein möglichst weit gehendes Zurückdrängen der Erkrankung bei vertretbaren Nebenwirkungen, sprich, das Erreichen einer kompletten Remission, die sich durch das Fehlen von zirkulierenden leukämischen Zellen und des Ph-Chromosoms definiert.
Das Ansprechen auf die Behandlung kann in 3 Kategorien eingeteilt werden:
- Hämatologische Remission (partiell oder komplett):
Das Blutbild ist normalisiert, keine Anzeichen von erhöhten oder erniedrigten Zellzahlen - Zytogenetische Remission:
Das Ph-Chromosom ist nur noch in sehr wenigen Zellen (partielle Remission) oder gar nicht mehr (komplette Remission) nachweisbar - Molekulare Remission:
Ist das BCR-ABL-Genprodukt mittels PCR nicht mehr nachweisbar, spricht man von einer kompletten Molekularen Remission.
Es können mehrere Arten von Polymerasekettenreaktions-Tests (PCR-Tests) verwendet werden, um das molekulare Ansprechen von Patienten mit einer CML zu beurteilen. Mit PCR-Tests kann man kleine Fragmente von Ziel-DNS aufspüren und anheben, die nur am Ort der Fusion von BCR und ABL im Ph-Chromosom vorhanden sind. PCR-Tests kann man als qualitative Tests nutzen, d.h. man kann damit das Vorhandensein von Zellen mit dem BCR-ABL-Gen feststellen. Quantitativ kann man damit die tatsächliche Anzahl der Zellen mit dem BCR-ABL-Gen feststellen.
Der empfindlichste Test für das BCR-ABL-Genprodukt ist ein quantitativer Test, der als Real-Time-Polymerase-Kettenreaktion (RT-PCR) bezeichnet wird. Mit dem RT-PCR kann man eine einzelne BCR-ABL-positive Zelle in einer Ansammlung von 10.000 normalen Zellen feststellen.
weiterführende Links:
Deutsche Leukämie- & Lymphom-Hilfe e.V. (DLH)
Informationen für:
Patienten ↔ Fachkreise
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