Was Sie tun können
Wohlbefinden durch ausgewogene Ernährung...Durch eine ausgewogene Ernährung und Bewegung können Sie entscheidend dazu beitragen, den Blutfettgehalt zu senken bzw. gar nicht erst ansteigen zu lassen. Reduzieren Sie tierische Fette soweit wie möglich und ersetzen Sie sie durch pflanzliche Fette wie beispielsweise Olivenöl.
Untersuchungen in Mittelmeerländern wie Griechenland und Italien haben gezeigt, dass die Menschen dort aufgrund traditioneller mediterraner Kost wesentlich seltener an Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden. Tierische Lebensmittel werden nur in geringem Maße verzehrt, dagegen sind pflanzliche Lebensmittel wie Pasta oder Reis, zusammen mit Gemüse, wesentlicher Bestandteil des Speiseplans. Hinzu kommt, dass Salz und Zucker wesentlich sparsamer verwandt werden. In den letzten Jahrzehnten ist allerdings in diesen Ländern eine Abkehr von der traditionellen Küche zu beobachen, was sich leider in der steigenden Zahl der ernährungsbedingten Erkrankungen niederschlägt.
Neben einer Umstellung Ihrer Essgewohnheiten ist eine Reduzierung des Körpergewichts und des Alkoholkonsums positiv für Ihre Gesundheit.
...und viel Bewegung
Darüber hinaus können Sie einen wichtigen Beitrag zu Ihrem Wohlbefinden leisten, indem Sie sich ausreichend bewegen. Körperliche Betätigung vermindert das Risiko, an Fettstoffwechselstörungen, Bluthochdruck, Diabetes mellitus und Übergewicht zu erkranken und setzt damit die wichtigsten Risikofaktoren für koronare Herzerkrankungen außer Kraft.
Unter diesem Aspekt sind eher Ausdauer- als Kraftsportarten geeignet: Dazu gehören Rad fahren, Jogging, Nordic Walking oder Schwimmen, aber auch Gymnastikarten wie Aerobic, die die Kondition fördern. Skilanglauf, Tanzen oder Rudern sind ebenfalls dazuzuzählen.
Wenn Sie bereits unter koronarer Herzkrankheit leiden ist es unerlässlich, vor dem Trainingsbeginn ein Belastungs-EKG durchzuführen, um Ihre Leistungsfähigkeit besser einschätzen und Gefahren vermeiden zu können. Auch bei körperlich eher untätigen Personen über 35 Jahren ist vorher die Durchführung eines Belastungs-EKGs ratsam.
Unterstützung durch lipidsenkende Medikamente
Bevor Ihr Arzt eine medikamentöse Therapie vorschlägt, wird zumeist versucht, über den Wandel der Lebensgewohnheiten das Cholesterin zu senken und das Risiko schwerwiegender Koronarerkrankungen zu verringern. Haben sich diese Maßnahmen als nicht ausreichend wirkungsvoll erwiesen, so empfiehlt der Arzt in der Regel eine medikamentöse Therapie mit lipidsenkenden Mitteln. Darüber sollte aber nicht allein der Blutfettgehalt entscheiden, sondern das gesamte Risikopotential des Patienten, eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu bekommen.
Hier gibt es Präparate mit verschiedenen Wirkungen: Cholesterin-Synthesehemmer (Statine) senken die hohen Gesamt- und LDL-Cholesterinwerte. Durch Ionenaustauschharze wird dagegen nur das Serumcholesterin gesenkt. Ebenfalls eine Senkung des Serumcholesterins bewirken die Fibrate, sie steigern zusätzlich das HDL. Ein anderes Präparat zur Cholesterinsenkung ist die Nikotinsäure, aber auch Kombinationen der verschieden Wirkstoffe sind als lipidsenkende Therapie denkbar. Ihr Arzt wird das Präparat verordnen, das am besten auf Ihre Beschwerden abgestimmt ist.
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