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Herz-Kreislauf-Erkrankungen

 

Oft sind Fettstoffwechselstörungen verantwortlich

Herz-Kreislauf-Erkrankungen Arteriosklerose wird durch Fettablagerungen an der Arterieninnenwand verursacht, so dass das Blut nicht mehr ungehindert hindurchfließen und den Sauerstoff transportieren kann. Diese Ablagerungen verhärten und verengen das Blutgefäß immer mehr. Zum vollständigen Verschluss kommt es, wenn die Ablagerungen an der Arterieninnenwand aufreißen. In Folge wird die Blutgerinnung in Gang gesetzt, die Blutplättchen verklumpen und bilden ein Blutgerinnsel (Thrombus). Diesen Vorgang nennt man Atherothrombose.


Was lässt die Cholesterinwerte ansteigen?
Meist ist eine falsche Ernährung für hohe Cholesterinwerte verantwortlich. Selbst bei genetischer Veranlagung ist die Zusammenstellung Ihres Speiseplans ausschlaggebend dafür, ob es tatsächlich zu einer Fettstoffwechselstörung kommt. Entscheidend sind weiterhin Menge und Zusammensetzung der durch die Nahrung aufgenommenen Fette, außerdem ist die Aufnahme von Kohlenhydraten und Ballaststoffen ein wichtiges Kriterium.

Nehmen Sie mehr Energie in Form von Nahrung auf als Ihr Körper verbrauchen kann - man spricht in diesem Fall von hyperkalorischer Kost - so steigt früher oder später Ihr Körpergewicht an. Kommt es zu deutlichem Übergewicht, zeigen sich häufig verschiedene Formen der Fettstoffwechselstörungen. Bei hyperkalorischer Ernährungsweise wird die Bildung von Triglyzeriden in der Leber angeregt. Die daraus resultierende Form der Fettstoffwechselerkrankung wird Hypertriglyzieridämie genannt.

Personen mit Übergewicht nehmen oftmals zuviel Cholesterin und gesättigte Fettsäuren zu sich. Infolge dessen erhöht sich der LDL-Wert im Blut, einhergehend mit einem sinkenden HDL-Wert. Kommt es zu einer Gewichtabnahme, so nimmt der HDL-Wert zunächst weiterhin ab, stabilisiert sich aber im Laufe der Zeit mit dem Körpergewicht.

Für die Ausbildung einer Fettstoffwechselstörung entscheidend ist vor allem die Art des Fettes. So erhöhen die gesättigten Fettsäuren den Cholesterinspiegel am meisten. Gesättigte Fettsäuren sind in tierischen Lebensmitteln wie fettreichen Fleisch- und Wurstsorten, fettreichen Milchprodukten wie Sahne oder Schmand, ferner in Butter oder Schmalz enthalten. Auch Eigelb ist sehr cholesterinhaltig. Bei großzügigem Verzehr dieser Speisen kommt es zu einem Anstieg der LDL-Werte. Obwohl gleichzeig die HDL-Werte ein wenig ansteigen, können sie die Wirkung des LDL nicht ausgleichen.

Bei Menschen, die hauptsächlich einfach bzw. mehrfach ungesättigte Fettsäuren zu sich nehmen, ist eine niedrigere Rate an Fettstoffwechsel- sowie Koronarerkrankungen festzustellen. Einfach ungesättigte Fettsäuren finden sich in Oliven- und Rapsöl, mehrfach ungesättigte in Sonnenblumen-, Distel- und Keimöl.
Nicht nur die Fettsäuren spielen in Bezug auf die Cholesterinwerte eine Rolle: Auch die vermehrte Aufnahme von Kohlenhydraten und Ballaststoffen, z.B. in Form von Vollkornprodukten, lässt Gesamt- sowie LDL-Cholesteringehalt sinken.

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