ist ein komplexes Thema mit rasanten Entwicklungen in Forschung und Therapie.
Die Entwicklung von HIV und AIDS ist in einigen Ländern noch immer sehr dramatisch. In Deutschland stabilisiert sich die Zahl der Neuinfektionen für hiesige Verhältnisse auf hohem Niveau.
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Bei der Replikation von HIV greifen eine Vielzahl von komplexen, molekularen Vorgängen ineinander: die Bindung an das Oberflächenprotein CD4 der Wirtszellen und die Fusion, die Bildung von proviraler DNA, deren Integration in die Wirts-DNA und die Spaltung von viralen Vorläufermolekülen. Jeder dieser Schritte stellt einen potenziellen therapeutischen Angriffspunkt dar.
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Der Verlauf der HIV-Infektion ist sehr variabel. Häufig geht die akute Infektion zunächst in eine symptomfreie Phase und dann in eine chronische Infektion mit unspezifischen Symptomen über. Entwickelt sich eine schwere Immunschwäche, drohen lebensgefährliche opportunistische Infektionen und Karzinome. Dieses Risiko lässt sich durch eine effektive, antiretrovirale Therapie jedoch signifikant minimieren.
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Die HIV-Infektion wird in der Regel indirekt, über virusspezifische Antikörper nachgewiesen. Diese sind als Bestandteile der humoralen Immunantwort bei nahezu allen HIV-Infizierten vorhanden und reflektieren die chronisch-aktive HIV-Infektion. Darüber hinaus ist auch ein direkter Nachweis der HIV-Infektion möglich: So lassen sich das infektionsfähige Virus (mittels Zellkultur), virale Antigene (p24-Antigen-ELISA) und die virale Nukleinsäure (HIV-NAT = Nucleic Acid Testing) bestimmen.
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Ende der 90er-Jahre wurde noch davon ausgegangen, die HIV-Infektion sei bei ausreichend effektiver Therapie auf Dauer heilbar und die Behandlung sollte daher möglichst früh und aggressiv erfolgen.
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