Ischämischer Schlaganfall

 

Ischämischer Schlaganfall Das Gehirn kann nur arbeiten, wenn es über das Blut gleichmäßig und ausreichend mit Sauerstoff und Glucose versorgt wird. Die Blutzufuhr erfolgt über die Halsschlagadern, die sich in zahlreiche Blutgefäße im Gehirn verzweigen.

Fettablagerungen in diesen Blutgefäßen, die zur Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) führen, engen die Blutzufuhr ein und können sie schließlich ganz unterbrechen, wenn diese Ablagerung aufreißt und an dieser Stelle ein Blutgerinnsel (Thrombus) entsteht.

Die plötzliche, "schlagartige" Unterbrechung der Gehirndurchblutung und damit der Sauerstoffversorgung des Gehirns bezeichnet man als ischämischen Schlaganfall oder Apoplex. Eine weitere häufige Ursache für einen Schlaganfall ist die Verschleppung eines Thrombus aus einem anderen Körperbereich ins Gehirn. Diesen Vorgang, den man als Embolie bezeichnet, findet man oftmals bei Vorhofflimmern.

Beim Schlaganfall liegt die Drei-Monats-Mortalität bei 25 % und steigt bei den über 85-Jährigen auf 40 % an. Von den Überlebenden ist jeder Zweite stark behindert oder sogar pflegebedürftig. Etwa 30 % der Betroffenen entwickeln eine Depression.


Vorboten und Symptome des Schlaganfalls
Häufige Kopfschmerzen, Schwindel und Konzentrationsstörungen können auf eine Mangeldurchblutung des Gehirns hindeuten und damit bereits erste Vorboten eines Schlaganfalls sein. Besonders aufmerksam sollten Sie werden, wenn Sie z.B. Taubheit oder Schweregefühl in Arm oder Bein, Sehstörungen oder insbesondere Muskelschwäche in der rechten Körper- und Gesichtshälfte, kombiniert mit einer Lähmung der linken Augenmuskeln verspüren. Suchen Sie bei solchen Anzeichen unverzüglich Ihren Arzt auf!

Tritt ein Schlaganfall tatsächlich auf, so sind die beschriebenen Symptome in verstärkter Form zu beobachten und zudem länger anhaltend. Sprachstörungen und die halbseitige Lähmung sind dabei typische Beeinträchtigungen.
 
Tragen Sie daher selbst dazu bei, bekannte Risikofaktoren (wie z.B. Bluthochdruck, Vorhofflimmern, erhöhte Blutfettwerte oder nicht behandelte Diabetes Mellitus) zu vermeiden, und informieren Sie Ihren Arzt, so dass dieser frühzeitig Maßnahmen zur Vorbeugung und Behandlung ergreifen kann.

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